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Landrat - mittendrin: Ein teurer Tag

Geschätzte Lese­rin­nen und Leser

In der letz­ten Sit­zung wurde mit der gros­sen Kelle ange­rich­tet. Einer­seits wur­den über 12 Mio. Fran­ken zuguns­ten des Gym­na­si­ums Ober­wil gespro­chen – und dies erst noch ein­stim­mig, bei 1 Ent­hal­tung. Ande­rer­seits wurde mit 80:1 bei 2 Ent­hal­tun­gen beschlos­sen, dass ein Teue­rungs­aus­gleich von 2,45 % ab dem nächs­ten Jahr dem Basel­bie­ter Staats­per­so­nal zugute kommt, was zu zusätz­li­chen jähr­li­chen Mehr­kos­ten von 17 Mio. Fran­ken führt.

Laut dem vor­ge­stell­ten Bericht aus der Per­so­nal­kom­mis­sion, hatte die Arbeits­ge­mein­schaft Basel­land­schaft­li­cher Per­so­nal­ver­bände (ABP) nebst den 2,45 % zusätz­li­che 1,6 % gefor­dert, um die gestie­ge­nen Kran­ken­kas­sen­prä­mien zu kom­pen­sie­ren. Dies ergäbe einen Teue­rungs­aus­gleich von 4,5 %. Die Regie­rung ver­wies auf die seit 2008 gel­tende Sys­te­ma­tik der Teue­rungs­be­rech­nung, die auf dem Durch­schnitt der Indi­zes der ver­gan­ge­nen zwölf Monate in Rela­tion zu den Monats­in­di­zes des Vor­jah­res beruht. Die­ser über zwei Jahre gemit­telte Index führt zur errech­ne­ten Teue­rung von 2,45 %. Würde man ledig­lich ein Jahr als Basis neh­men, läge der Teue­rungs­aus­gleich tie­fer, näm­lich bei 1,7 %, was bedeu­tet, dass die letzt­jäh­rige Teue­rung höher aus­ge­fal­len wäre. Mit ande­ren Wor­ten: Hatte man letz­tes Jahr den Ein­druck, zu wenig Teue­rung erhal­ten zu haben, wäre sie heuer zu hoch. Noch ist das letzte Wort nicht gespro­chen, denn im Dezem­ber wer­den dies­be­züg­li­che Anträge vom Land­rat kom­men, erfah­rungs­ge­mäss ohne allzu grosse Chan­cen.

Ins­ge­samt 12,6 Mio. Fran­ken hat der Land­rat für das Gym­na­sium Ober­wil ein­stim­mig bei 1 Ent­hal­tung bewil­ligt. Die Schule platzt aus allen Näh­ten, mit Pro­vi­so­rien soll Abhilfe geschaf­fen wer­den. Aus­ser­dem wurde ein Vor­pro­jekt sowohl für die Sanie­rung als auch für die Erwei­te­rung der Schule gut­ge­heis­sen. Die ältes­ten Gebäude wur­den 1972 erbaut. Dass der Sport­un­ter­richt teil­weise in ande­ren Schu­len erteilt wer­den muss, hat zur Folge, dass wert­volle Unter­richts­zeit ver­lo­ren geht. In naher Zukunft wer­den statt den heu­ti­gen 49 Klas­sen deren 65 beschult wer­den müs­sen. Dies ist auf die demo­gra­phi­sche Ent­wick­lung zurück­zu­füh­ren. Bereits im Som­mer 2024 sind zwei pro­vi­so­ri­sche Sport­hal­len sowie ein Pro­vi­so­rium mit zwölf Klas­sen­zim­mern geplant, was effek­tiv sehr sport­lich ist!

Irene Wolf, Füll­ins­dorf, Land­rä­tin EVP