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Spielsuchtabgabe ungenügend

Die EVP der Schweiz erach­tet die von den Kan­to­nen vor­ge­schla­gene Spiel­sucht­ab­gabe als unge­nü­gend. Vor­dring­lich ist eine klare Abgren­zung zwi­schen Lot­te­rien und den nur in den Spiel­ban­ken zuge­las­se­nen Geld­spie­len.

Wie der Sonn­tags­Zei­tung vom 6.2.2005 zu ent­neh­men war, wol­len die Kan­tone mit einer 0.5- pro­zen­ti­gen Spiel­sucht­ab­gabe auf dem Brut­to­spie­ler­trag ihre allei­nige Zustän­dig­keit im Lot­te­rie­we­sen ret­ten. Die EVP der Schweiz erach­tet diese Mass­nahme klar als unge­nü­gend und for­dert einen bes­se­ren Schutz der Spiel­sucht­ge­fähr­de­ten. Der Grund­satz hat dabei zu lau­ten: sämt­li­che Geld­spiele mit einem hohen Sucht­po­ten­tial dür­fen nur in den Spiel­ban­ken gespielt wer­den, wo Gefähr­dete bes­ser über­wacht und not­falls aus­ge­schlos­sen wer­den kön­nen.

 

Hohes Sucht­po­ten­tial haben jene Spiele, wel­che einen Sofort­ge­winn ermög­li­chen, wel­cher wie­der in wei­tere Lose oder Spiel­durch­gänge inves­tiert wer­den kann. Diese Spiele laden zum Ver­wei­len und län­ge­ren Spie­len ein. Die EVP der Schweiz hat bereits in der Ver­nehm­las­sung zu der von Bun­des­rat Blo­cher zurück­ge­stell­ten Revi­sion der Lot­te­rie­ge­setz­ge­bung gefor­dert, dass sämt­li­che Spiele mit einem Sofort­ge­winn (auch Rub­bel­lose und ähn­li­ches) nur noch in den Spiel­ban­ken ange­bo­ten wer­den dür­fen. Ein sinn­vol­le­res Abgren­zungs­kri­te­rium zwi­schen Lot­te­rien und Geld­spie­len gibt es nicht.

 

Damit wären auch die elek­tro­ni­schen Lot­te­rien (Tactilo- oder Touch­lot­ge­räte) aus­ser­halb der Spiel­ban­ken ver­bo­ten, über deren Zulas­sung in der Deutsch­schweiz die Eid­ge­nös­si­sche Spiel­ban­ken­kom­mis­sion noch in die­sem Jahr ent­schei­den will. Es bleibt zu hof­fen, dass die ESBK die wahre Natur die­ser Geräte erkennt und sie in die Casi­nos ver­bannt.

 

Zürich, 7. Februar 2005/nh